Brauchtum und Tradition

Die Liebe allein versteht das Geheimnis, andere zu beschenken und dabei selbst reich zu werden.

Clemens Brentano

Wissenswertes rund um die Hochzeit

Der Brautstrauß

Traditionell wählt der Bräutigam den Strauß für seine Zukünftige. Wenn Sie allerdings sicher gehen wollen, dass Stil und Farbe auch wirklich zum Kleid passen, dann sollte sich die Braut am besten selbst darum kümmern. Der Bräutigam trägt als Zeichen der Zusammengehörigkeit eine passende Einzelblume am Revers.

Im Laufe der Feier wirft die Braut ihren Brautstrauß in die Gruppe der unverheirateten Frauen. Diejenige, die ihn fängt, wird die Nächste sein. Oder möchten Sie Ihren Brautstrauß lieber unversehrt aufbewahren und trocknen? Dann lassen Sie sich von Ihrem Floristen doch einfach einen zweiten, kleineren anfertigen – nur zum Brautstraußwerfen. 

Wissenswertes rund um die Hochzeit
  • Rose: Die Königin der Blumen war schon in der Antike der Liebesgöttin Venus zugeordnet. Sie ist DAS Symbol der Liebe. In weiß steht sie für die Reinheit der Liebe, in rot für Begierde und Leidenschaft.
  • Myrthe: Auch sie war eine Blume der Venus, ist mit ihren immergrünen Blättern aber auch als Lebenskraut bekannt, das Gesundheit und Lebenskraft verspricht. Traditionell trägt die Braut ein Myrthenkränzchen im Haar.
  • Lilie: Die strahlendweiße Lilie steht im christlichen Glauben für Reinheit und Jungfräulichkeit.
  • Efeu: Das emsige, immergrüne Efeu symbolisiert Treue und Beständigkeit.
  • Veilchen: Wegen seines betörenden Duftes war das Veilchen schon bei den Griechen eine Blume der jungen Liebe. Das zarte und empfindliche Blümchen symbolisiert die Aufmerksamkeit und Zuneigung, die sich die Eheleute entgegenbringen wollen.
Das Brautkleid ...

... darf der Bräutigam vor der Hochzeit natürlich nicht sehen. Wenn Sie Ihre Garderobe untereinander abstimmen wollen, lassen Sie sich ein kleines Stück des Stoffes mitgeben. Unglück bringt es übrigens auch, wenn die Braut ihr Kleid selbst näht.

Der Brautschleier ...

... symbolisiert die Jungfräulichkeit der Braut. Erst nach der Trauung darf der Bräutigam ihn lüften. Um Mitternacht wird der Schleier beim Tanz in kleine Stücke zerrissen und als Glücksbringer unter den weiblichen Gästen aufgeteilt.

Die Brautschuhe …

… bezahlt die auch zukünftig sparsame Ehefrau freilich mit ihren gesammelten Cent. Am Hochzeitstag legt sie eine Münze in ihren Schuh, was Wohlstand in der Ehe verspricht. Die clevere Braut aber läuft ihre Schuhe vor ihrem großen Tag ein wenig ein, um Blasen zu vermeiden.

Die Eheringe …

… ohne Anfang und Ende, symbolisieren die endlose Liebe.

Die Hochzeitstorte

Egal wie üppig das Hochzeitsmahl ist – die Hochzeitstorte, groß und kitschig, süß und sahnig, darf auf keinen Fall fehlen. Wessen Hand beim gemeinsamen Anschneiden obenauf liegt, der wird auch in der Ehe das Sagen haben.

Die Hochzeitszeitung

Für Sie ist eine solche Zeitung eine schöne Überraschung, für die Gäste oft eine erheiternde Angelegenheit. Das Einzige, worum Sie sich nicht selbst kümmern können.

Kinderbaum und Storch auf dem Dach

Mit Klapperstorch, Kinderwagen oder Kinderbaum (eine Stange, an der Babysachen und Spielzeug aufgehängt sind) machen Freunde und Nachbarn unmissverständlich ihren Wunsch deutlich, dass bald nach der Hochzeit auch Nachwuchs kommen soll.

JunggesellInnenabschied

Im Allgemeinen organisieren die TrauzeugInnen diesen Abend. Der Bräutigam oder die Braut ziehen mit ihren jeweiligen Freunden durch die Stadt. Diese haben sich meistens verkleidet und auch die Braut oder der Bräutigam müssen eine Kostümierung über sich ergehen lassen und diverse JunggesellInnenabschied- Spiele mitmachen.

Stammbuch

Geben Sie den Dokumenten Ihres schönsten Tages einen würdigen und dekorativen Rahmen!

Im Stammbuch haben Sie immer Ihre persönlichen Unterlagen bereit. Es enthält z. B. die Eheurkunde, Ihre Geburtsurkunden, ggf. den Nachweis einer kirchlichen Eheschließung und – gleich oder später – die Geburtsurkunden der Kinder.

Eine kleine Auswahl an aktuellen Stammbüchern bieten wir Ihnen im Standesamt an. Es empfiehlt sich, gleich bei der Anmeldung der Eheschließung eines auszusuchen.

Etwas Altes, Neues, Geliehenes und etwas Blaues …

… sollte die Braut am Hochzeitstag unbedingt bei sich tragen. Etwas Altes – das steht für den vergangenen Lebensabschnitt als ledige Frau, etwas Neues – als Sinnbild für den neuen Lebensabschnitt, etwas Geliehenes – als Zeichen einer beständigen Freundschaft und schließlich etwas Blaues – das symbolisiert die Treue. Blau ist meistens auch das traditionelle Strumpfband der Braut.

Der Polterabend

Vor der Hochzeit wird möglichst viel Geschirr zerschlagen, gepoltert und Lärm gemacht, um die bösen Geister zu vertreiben. Spiegel und Glas dürfen dabei aber nicht zerbrochen werden! Das bringt Unglück.

Das Wetter am Hochzeitstag …

… beschert Ihnen auf jeden Fall Glück – soviel ist sicher: Dauerregen prophezeit Reichtum und Fruchtbarkeit, kräftige Schauer und Gewitter versprechen eine leidenschaftliche Liebe und wem die Sonne lacht, dem lachen in Zukunft Freude und Glück.

Die gefährliche Türschwelle

Unter der Türschwelle lauern im Haus die bösen Geister! Um die Braut davor zur schützen, soll der Bräutigam die Braut über die Schwelle tragen. 

Sie sitzt rechts, er links

Das gilt für die gesamte Hochzeitszeremonie – in der Kirche, im Standesamt, beim Empfang und beim Essen. Auch bei der Hochzeitstafel sollte eine gewisse Sitzordnung eingehalten werden: Dem Brautpaar steht der geschmückte Platz in der Mitte zu, daneben dürfen Eltern und Schwiegereltern Platz nehmen. Dabei sitzt die Mutter der Braut mit Partner neben dem Bräutigam und der Vater des Bräutigams mit Partnerin neben der Braut.

Hochzeitstage
  • Der Hochzeitstag: Grüne Hochzeit
  • 1 Jahr: Baumwollene oder Papierene Hochzeit
  • 3 Jahre: Lederne Hochzeit
  • 5 Jahre: Hölzerne Hochzeit oder Ochsenhochzeit (ohne Kinder)
  • 6 Jahre: Zinn-Hochzeit
  • 7 Jahre: Kupferne Hochzeit
  • 8 Jahre: Blecherne Hochzeit
  • 10 Jahre: Rosenhochzeit
  • 12 1/2 Jahre: Petersilienhochzeit
  • 15 Jahre: Gläserne oder Veilchenhochzeit
  • 20 Jahre: Porzellan- oder Dornenhochzeit
  • 25 Jahre: Silberhochzeit
  • 30 Jahre: Perlenhochzeit
  • 37 1/2 Jahre: Aluminiumhochzeit
  • 40 Jahre: Rubinhochzeit
  • 50 Jahre: Goldene Hochzeit
  • 60 Jahre: Diamantene Hochzeit
  • 65 Jahre: Eiserne Hochzeit
  • 67 Jahre: Steinerne Hochzeit
  • 70 Jahre: Gnadenhochzeit
  • 75 Jahre: Kronjuwelenhochzeit

Liebe ist nicht das, was man erwartet zu bekommen, sondern das, was man bereit ist zu geben.

Katharine Hepburn